Freitag, 7. Oktober 2011

Bhaktapur and Nagarkot

Ich hatte 2 ganz unglaublich tolle letzte Tage hier in Nepal. Heute ist wieder ein duty-tag mit Waesche abholen von der Reinigung, Internet und Essen ;-)
Aber- und- besonders die letzten Tage war soo schoen.
Am Mittwoch bin ich nach einem leckeren Fruehstueck, wo ich wieder Shane meinen Renter von Tibet traf, mit dem taxi (to expensive: 700 Rupees) nach Bhaktapur gefahren und erlebte einen schoenen Sonnentag. Ich versuchte mich zu orientieren, was hier nicht so leicht war. Ich musste 1100Rupees am Eingang zahlen um die Stadt zu betreten und einen Tag mit Festival und Altstadt zu erleben.
Es war unglaublich schoen. Die Liebe zum Detail, das Holz, die gemalten Bilder auf Holz und Stein, so viele suesse kleine schraegen Daecher und Haeuser. Es erinnert mich oft an Italien. Ich schrieb in my diary:
Ich sitze gerade (war 10 am hier) auf dem roof top mit Banana-Lassi, lese den lonely planat und schreibe- brauche die Sonnenbrille und lade meine Camera- batterie. Und ehrlich: die route im Lonely Planat zu folge ist nervig...also einfach vergessen und loslaufen. Es ist einfach wunderschoen die Aussicht zu geniessen. Ich reise allein und es macht mir nix aus. Ich fuehle mich sicher und wie in den Filmen wo die selbstbewusste Frau in Jeans und weissem Shirt da sitzt, ein Buch liest, Cafe trinkt und geniesst. Das bin ich.
Die Glocken laeuten und es wird ein sehr warmer Tag. Die Berge erheben sich aus dem Dunst und freuen sich mit mir und legen sich schuetztend um die Stadt. Das Auge kann sich kaum sattsehen an der Schoenheit und den vielen Details der Umgebung. Die Tauben gurren und die Hunde liegen lazy umher. Ich trage mein Freundschaftsband von Chennai- gedenke meiner Freunde dort- hebe meinen Blick zu dem Bluentopf auf der Terrasse und in mir macht sich wieder das beglueckende- friedliche Gefuehl es Gluecks und der Zufriedenheit breit. Das wonach ich so lange suche. Ich denke immer nur: wow es ist so schoen hier.
Ich trage meinen neuen Silber- schwarzen Ring und ziehe meine Hosenbeine noch etwas uebers Knie, damit diese noch etwas Sonne abkriegen- gebe mich dem letzten Schluck Lassi hin - hole meine Batterie und ziehe los um das naechste Abendteuer in der Stadt ausfindig zu machen.

 Und als ich auf einem der tempel sass, sprach mich eine Amerikanerin an, was ich so mache und so- das uebliche- und wir beschlossen gemeinsam weiterzugehen, einen Tee zu trinken und spaeter den leckersten Curd (wie Yoghurt) in ganz Nepal zu essen. Bhaktapur ist beruehmt fuer sein selbstgeschoepftes Papier und Curd, so halten wir an vielen Staenden, treffen zur lunch-time ein couple aus Israel (hier muss n nest sein ;-), die gerade im honeymoon sind und schlendern ueber 3 square's. Ich bin so dankbar fuer Hanna/s Tipp hier mal vorbei zu schauen. Fuer einen Tag lohnt es sich wirklich.

Gerade ist das jaehrliche Festival, dessen Namen ich andauernd vergesse, und an diesem Tag war die Oferung vieler Ziegen, die ich vorher in Tibet gesehen hatte und die nach Nepal zum Fest getrieben wurden.
So sah ich viele gekoepfte Ziegen und Wasserbueffel. Ich lies es mir nicht nehmen in Haeusern der Waschung von gedaermen beizuwohnen und mir mit der Amerikanerin einen Spass draus zu machen, Fotos von allen abgetrennten Koepfen zu schiessen. An diesem Tag ging ich in einen der Tempel, wo wirklich der ganze Hof voll abgeschlachteter Ziegen lag, die Gewaender der Priester blutgetunkt war und du aufpassen musstest, wo du lang laeufst. Und dann fuhr mal schnell ein Traktor mit nem Wasserbueffel lang.. Ziegen wurden lebendig auf Bussdaechern und Mottorraedern transportiert, um ihnen spaetr das fell ueber die Ohren zu ziehen, sie den Goettern zu ofern und anschliessend zu essen.
 Nur in der Festivalzeit lassen alle Drachen steigen und es gibt diese riesen Schauckeln, wo Kinder, wie auch Muttis echt heftig hoch schaukeln. Sieht super aus.

Nachdem wir gemeinsam vergeblich nach einem Bus nach Nagarkot in den mountains gesucht hatten (Bushaltestellen gibts hier nicht so wirklich- und Busse fuhren eh nicht wege der Festivalzeit) ging ich zurueck zum City Gate zum Taxistand und handelte den Fahrer von 2000 Rupees auf 950 Rupees runter um mich 45 min. in die Berge zu fahren. Ehrlich gesagt hatte ich an diesem Tag etwas Bauchmurren, weile s doch schon bald dunkel wurde und ich alleine mit dem Typen so weit fuhr. Aber ich verwickelte ihn einfach in ein Gespraech ueber ihn und die Stadt und das Fest, so dass ich nicht mehr irgendwer war und das funktioniert eigentlich immer. ;-)

Ich betete, dass ich heil ankomme und noch so spaet einen Schlafplatz finde in meinem gewuenschten "Hotel at the end of the Univers" und ich kam an und ja ich durfte eine Nacht in meinem schoensten und besten Hotel ever zu verleben! Alles klappte super. Ich schrieb in mein diary:
Oh mein Gott how good you are. Ich legte mich auf das Doppelbett in meiner eigenen Huette, sah den riesen Spiegel auf der einen Seite und das grosse Fenster auf der anderen Seite- bewegte mich nciht, haette heulen koennen- beruehrt von all der Liebe, Schoenheit, Einfachheit und Fuersorge. Genauso wie hier liebe ich es, einfach, mit den Kerzen und dem Holz, ich komme mir vor wie im Urwald, wie in den Phillipienen. Als ich auf dem Bett lag, traute ich mich nicht zu atmen oder zu reden, um den Moment nicht kaputt zu machen. Und nun sitze ichhier auf Kissen an einem kleinen Tisch, schummriges Licht, leise Trommel-Zitter-Musik und schreibe nach zwei milk tea..wunderbar. Ich kann nur staunen und geniessen.

Kennst du das Gefuehl von- ich platze gleich vor Beruehrtheit, Freue, Liebe und soo viel Schoenheit um mich herum.

Auch hier durfte ich zwei Frauen aus Australien und einem Geschwisterpaar aus der Schweiz treffen, mit denen ich einen ganz wunderschoenen Plausch hatte und wir gemeinsam am naechste tag den Sonnenaufgang und die Berge genoss.

 Und ja am naechsten Morgen um 06.00 am (ich mummelte mich aus meinen zwei Decken, es war kalt und leicht modrig und ich konnte froh sein kaltes Wasser zu haben) sah ich die Langtang-Range, viele wundervolle weisse Bergspitzen...und ja meine Camer-batterie war alle. Na toll. Meine Steckdose war kaputt in der Huette und den ganzen Tag hatten wir keinen Strom, geschweige denn Internet. Ok..ich sage nur...adventure.

Die Schweizer luden mich ein mit ihnen nach Sukha zu laufen- 3h- und von da aus mit dem Bus back to Kathmandu. Nach dem super Fruehstueck ( beste Marmelade seit 7 Monaten) gings los und die zwei Hunde des Hotels begleiteten uns 2h in den Bergen. Wir fanden eine Riesenschauckel und wurden wieder Kinder ;-) und da ich nur meine Indiensandalen mit hatte und ich wohl noch muede war, legte ich mich erstmal genuesslich auf die Knie, die nun blau sind. Kennst du das, wenn du 1secunde davor genau weisst: ok ich falle jetzt. - und kannst nichts mehr machen. Naja ok. Wir hatten einen ganz tollen Ausblick, wurden braun und hatten eine weniger angenehme Busfahrt back, weil wegen der Festlichkeiten der Bus soo voll war, dass selbst Indien sich hinten anstellen muss. Ich sass fast bei fahrer auf dem Sitzt und hatte nach 45 minuten echt keine Kraft mehr mich festzuhalten. Aber wie gesagt:adventure, men.

Nach einem weiteren vollgeschriebenem Buch meinerseits, der Dankbarkeit ueber Mitreisende, einem Telefonat mit Emilia aus Finnland und dem vollstaendigen Chaos in meinem Zimmer in Kathmandu ging ich zum dinner gemeinsam mit dem Brasilianer Andre (Tibetgroup), den ich noch zufaellig auf der Strasse traf.



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